Vom Determinismus in der Städteplanung

Deterministen sind der Auffassung, dass alle Ereignisse, also auch solche, die in der Zukunft liegen, im Grunde schon festgelegt sind. Doch ganz anders, als man bei dem in diesem Zusammenhang häufig verwendeten Begriff „vorherbestimmt“, vermuten könnte, ist dieser Gedanke ganz und gar nicht theologisch oder transzendental angehaucht, da er keinen Gott oder irgend ein anderes höheres Wesen mit einer bestimmten Absicht voraussetzt.

Vielmehr sei die Zukunft in der Theorie das Ergebnis natürlicher (z. B. physikalischer) Prozesse und somit im Grunde vorhersehbar. Der griechische Philosoph Demokrit gilt als Vater dieses Gedankens. Das entzaubert den freiheitlichen Gedanken des Menschen, die Entwicklung der Zukunft selbst (mit-)gestalten zu können. Sie ahnen, worauf wir hinaus wollen?

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Ausgewogen abgewogen?

Im Rahmen der Offenlage hatten die Anwohner die Möglichkeit, Kritik zu dem Vorhaben als sogenannte Eingabe an die Stadt zu senden. Diese Möglichkeit wurde von vielen direkten Anwohnern genutzt; 52 private Eingaben sind neben den sogenannten TÖB-Eingaben (Träger Öffentlicher Belange) fristgerecht bei der Stadt eingegangen. Mit jeder dieser Eingaben muss sich die Verwaltung auseinandersetzen und diese abwägen. „Ausgewogen abgewogen?“ weiterlesen

Durchführungsvertrag oder Augenwischerei?

Gemäß § 12 Abs. 3a i.V.m. § 9 Abs. 2 BauGB sind im Geltungsbereich des Bebauungsplans ja nur solche Vorhaben (Nutzungen) zulässig, zu deren Durchführung sich der Vorhabenträger im Durchführungsvertrag verpflichtet. Wie der Durchführungsvertrag in unserem konkreten Beispiel aussieht, sehen Sie hier: NEUE_Anlage_1_Durchfuehrungsvertrag

Interessant daran ist jedoch, dass das gesamte Bauleitverfahren zwar auf der Basis eines solchen Durchführungsvertrags auf politischer Ebene beschlossen wird, der Vertrag aber nicht Bestandteil des Bebauungsplans ist. „Durchführungsvertrag oder Augenwischerei?“ weiterlesen

Gut Köttenich in Aldenhoven

Als wir uns näher mit den Aktivitäten des Investors beschäftigten, wurden wir schnell fündig. Leider im negativen Sinne. Denn der ursprünglich im November 2015 im Rathaus der Merzbachgemeinde  präsentierte Antrag,  in Aldenhoven ein Seniorendorf mit 22 Bungalows im Bauhaus-Stil plus Zentralgebäude mit 19 betreuten Wohnungen zu bauen, wurde kurzerhand  vom Investor umgewandelt in den Bau eines Pflegeheimes für 58 Bewohner sowie ein Gebäude mit 23 Wohnungen, Restaurant und fünf Bungalows. Die Umstände, das rabiate Vorgehen des Investors und die Fassungslosigkeit der Ratsmitglieder können Sie HIER  im Zeitungsartikel nachlesen. „Gut Köttenich in Aldenhoven“ weiterlesen

Offener Brief an den Bürgermeister

Am 27.9.2016 haben die Anwohner, die sich zur Bürgerinitiative Am Wingert zusammengefunden haben, einen OFFENEN BRIEF an den Bürgermeister Paul Larue geschickt, in dem die ersten Einwände formuliert wurden. Erst im Lauf des Verfahrens wurden konkrete Details bekannt. Seitens der Stadtverwaltung wiegelte man diese  Sorgen stets ab, indem man betonte, dass man sich „… ja noch in einem sehr frühen Planungsstadium…“ befände.

Gründung der BI

Im September 2017 fand das Gründungstreffen der BI im Gasthaus Gohr in Düren Rölsdorf statt. Vom Interesse der Anwohner waren wir überrascht. Statt der „angemeldeten“ 30 Anwohner waren mehr als 60 gekommen. Die gemeinsamen Interessen führten dazu, einen gemeinsam unterzeichneten offenen Brief an den Bürgermeister zu schicken.